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Glashaus

KRAFT – live & akustisch

Gemeinsam verliehen sie dem deutschsprachigen Soul Flügel, mit ihrem im März 2017 erschienen neuen Album „Kraft“ und der Ankündigung von sechs Konzertabenden Anfang 2018 melden sich CASSANDRA STEEN, MOSES PELHAM & MARTIN HAAS auf beeindruckende Weise zurück. Aufgrund der Nachfrage kommen sie nun mit einer Zusatzshow auch bei uns im Scala vorbei.

GLASHAUS formten sich im Jahre 2000, als MOSES PELHAM zu Musik, die er gemeinsam mit seinem langjährigen Produzentenpartner Martin HAAS machte — wie die beiden es schon davor für das Rödelheim Hartreim Projekt, Sabrina Setlur, Xavier Naidoo und MOSES PELHAM selbst gemacht hatten — Texte schrieb, die er selbst nicht vortragen konnte. Als Stimme für GLASHAUS konnte schließlich die damals 20-jährige Stuttgarter Sängerin CASSANDRA STEEN gewonnen werden — durch zwei Gastauftritte in den Stücken „Wenn der Vorhang fällt“ und „Telefonterror“ der Band Freundeskreis zuvor nur einigen wenigen Kennern bekannt.

Um es kurz zu machen: Die drei wurden durch die Hits „Wenn das Liebe ist“, „Was immer es ist“, „Bald (und wir sind frei)“, „Haltet die Welt an“ und „Du“ einem Millionenpublikum bekannt. Sie veröffentlichten zwischen 2001 und 2006 drei Studioalben („Glashaus“, „Glashaus II (Jah Sound System)“ und „Drei“), eine Live-CD/DVD („Live in Berlin“) und ein Best-of-Album („Von Herzen — Das Beste“) und veränderten erneut das Gesicht deutscher Soulmusik, die PELHAM & HAAS mit Xavier Naidoos „Nicht von dieser Welt“ drei Jahre zuvor im Grunde genommen erst mitbegründet hatten, nachhaltig.

Danach widmete sich CASSANDRA STEEN ihren Soloaktivitäten. Sie veröffentlichte vier Studioalben, die auch die Hits „Darum leben wir“, „Stadt“ feat. Adel Tawil, „Gebt alles“ und „Tanz“ enthielten. Außerdem veröffentlichte STEEN u.a. zusammen mit Tim Bendzko auf dessen Album „Unter die Haut“ den gleichnamigen und überaus erfolgreichen Titelsong. MOSES PELHAM und MARTIN HAAS produzierten weiter andere Künstler, zuletzt MOSES PELHAM selbst, der mit „Geteiltes Leid 3“ im Jahre 2012 endlich seine „Geteiltes Leid“-Trilogie vollendete, und Xavier Naidoos „Nicht von dieser Welt 2“, das erst in diesem Jahr erschien.

2015 begannen STEEN, PELHAM und HAAS noch während der Produktion von „Nicht von dieser Welt 2″ gemeinsam an Stücken zu experimentieren. Es ist der Vertrautheit, der Eingespieltheit und dem Wachstum der Beteiligten geschuldet, dass nun das Ergebnis dieser Idee in Form des Longplayers „Kraft“ vorliegt. Man hört „Kraft“, für das wiederum die Musiker der alten GLASHAUSAlben – ALI NEANDER (Gitarre) und RAPHAEL ZWEIFEL (Cello) – gewonnen werden konnten, an, dass jeder der Protagonisten seine handwerklichen Fähigkeiten in der Zwischenzeit erheblich ausbaute. Vor allem aber hört man dieser Platte an, wie selbstverständlich die drei miteinander interagieren.

Frank Zappa soll einmal gesagt haben: „Über Musik zu reden ist wie über Architektur zu tanzen.“ So soll an dieser Stelle nur gesagt sein, dass sich „Kraft“ wie ein richtiges GLASHAUS-Album anfühlt, wie Nachhausekommen, und dem geneigten Hörer das gibt, was der Name verspricht. Der Autor verkneift sich an dieser Stelle mit aller Mühe das entsprechende Blues-Brothers-Zitat.

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